Begriff
Kognitive Defusion
ACT-Technik: Gedanken als sprachliche Konstrukte erleben statt als direkte Realitätsabbilder.
Kognitive Defusion ist ein Kernkonzept der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Ziel ist, den Fusionszustand zu verlassen, in dem Gedanken als direkte Fakten erlebt werden, und stattdessen eine Beobachterperspektive einzunehmen: Gedanken werden als sprachliche Ereignisse wahrgenommen, nicht als Realitätsabbilder. Techniken umfassen u. a. das Benennen von Gedanken ('Ich bemerke, dass ich den Gedanken habe...'), die Defusion durch Wiederholung und das Betrachten von Gedanken als Blätter auf einem Fluss. Kognitive Defusion verwandt mit Decentering aus der MCT und MBCT — beide zielen auf eine Distanzierung vom Gedankeninhalt.
