0 Prozent gelesen

Steve Baka · Agent-Readiness

llms.txt reicht nicht — Content Negotiation für Agenten

Warum Discovery allein nicht reicht und Accept: text/markdown Token-Kosten drastisch senkt.

Export

Kurzantwort

llms.txt findet Seiten; Content Negotiation mit Accept: text/markdown macht das Lesen bis zu 27× günstiger — beides gehört zusammen.

Discovery vs. Consumption — der 27×-Token-Unterschied

llms.txt löst Discovery: Agenten sehen, welche Seiten existieren. Es löst nicht Consumption: Wenn jemand eine Docs-URL in Claude, Cursor oder ChatGPT einfügt, kommt HTML — Divs, Hydration-Marker, Sidebars, Banner — und oft ~14.000 Token statt ~500 nützlicher Inhalt. Das Verhältnis kann 27× sein.

Regel: llms.txt ist Schicht eins. Content Negotiation (Accept: text/markdown) ist Schicht zwei — gleiche URL, andere Repräsentation, Standard-HTTP.

Steve Baka: Für Agentur-Kunden mit API-Docs oder Help Center beides planen — Index plus günstige Einzelseiten.

Content Negotiation in der Praxis

Browser: GET /docs/auth → HTML. Agent: GET /docs/auth mit Accept: text/markdown → Markdown. Keine .md-Suffix-Pflicht, keine Sonder-URLs — wenn Middleware oder Edge die Header auswertet.

Next.js-Muster: Middleware prüft accept.includes('text/markdown') und rewritet auf eine interne Markdown-API. Gotcha: Query-Parameter gehen bei Rewrites verloren — Pfad per Header (x-agent-page-path) durchreichen.

HEAD-Requests unterstützen; GET und HEAD erlauben, sonst 405. Cache: Cache-Control: public, s-maxage=3600, stale-while-revalidate=86400 — Agenten respektieren Caching.

Content Negotiation testen
# Browser — HTML
curl -sI https://example.com/docs/auth | grep content-type

# Agent — Markdown
curl -sH "Accept: text/markdown" https://example.com/docs/auth | head
Next.js Middleware (vereinfacht)
const accept = request.headers.get("accept") ?? "";
if (accept.includes("text/markdown")) {
  const headers = new Headers(request.headers);
  headers.set("x-agent-page-path", request.nextUrl.pathname);
  return NextResponse.rewrite(new URL("/api/internal/agent-markdown", request.url), { headers });
}

Discovery-Header ergänzen

Negotiation braucht Auffindbarkeit. Auf jeder Response sinnvoll: Link: <https://example.com/llms.txt>; rel="llms-txt" und optional X-Llms-Txt. Agenten können per HEAD den Index finden, ohne Body zu laden.

RFC 8288 Link-Header decken auch API-Katalog, OpenAPI und Agent-Skills ab — ein konsistentes Discovery-Set. Siehe Implementierung auf agentenbetrieb.de.

Mehr zu llms.txt-Inhalt: Was ist llms.txt? und Beispiele.

Discovery-Header auf jeder Seite
Link: <https://example.com/llms.txt>; rel="llms-txt"
Link: <https://example.com/.well-known/openapi.json>; rel="openapi"
X-Llms-Txt: https://example.com/llms.txt

Was llms.txt trotzdem leistet

llms.txt und llms-full.txt helfen Agenten, die Struktur zu erkunden — kuratierte Links mit Kurzbeschreibung, gruppiert nach Themen. Das ersetzt keine Einzelseiten-Negotiation.

Gutes llms.txt: 10–20 High-Signal-Seiten, Quickstart, Auth, Rate Limits — kein Sitemap-Klon. Wartung wie Produkt-Infrastruktur, nicht einmaliges SEO-Artefakt.

Nächste Schicht: Skill.md — wie Agenten das Produkt nutzen sollen, nicht nur wo Docs liegen.

Checkliste vor Abnahme

curl https://domain/llms.txt lesbar □ curl -H 'Accept: text/markdown' https://domain/seite liefert Markdown □ curl -I zeigt Link-Header □ Token-Vergleich HTML vs. MD dokumentiert.

Die meisten Sites scheitern an allen drei — das ist eure Differenzierung als Agentur.

Verknüpfe mit Landing Page agentenlesbar für Marketing-Routen.

FAQ

Häufige Fragen

Quellen

Referenzen

Weiterlesen

Landing Page für KI-Agenten lesbar machen

Warum Marketing-Seiten Teil der Agenten-API sind — und wie du HTML und Markdown ohne Drift verbindest.

Dokumentation KI-lesbar machen — Praxisleitfaden

Markdown, llms.txt und Struktur für Agenten: wie DACH-Agenturen Docs so aufbauen, dass Coding-Assistenten sie zuverlässig nutzen.